Die Anfänge des Budo-Club Erkelenz

Aus dem Vereinsarchiv: Erinnerungen an Klaus Hampel und die frühen Jahre des Budo-Club Erkelenz

Manchmal erreichen uns Dinge, die ein ganz besonderes Stück Vereinsgeschichte wieder lebendig werden lassen.

Vor einiger Zeit wurden uns zahlreiche alte Fotos, Zeitungsausschnitte und persönliche Erinnerungsstücke aus den Anfangsjahren des Budo-Club Erkelenz zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen reichen bis in die 1960er-Jahre zurück und zeigen eindrucksvoll, wie sich unser Verein und der Budosport in Erkelenz über die Jahre entwickelt haben.

Mitten in dieser Sammlung begegnet uns immer wieder ein Name: Klaus Hampel.

Die frühen Jahre des Judosports in Erkelenz

Die Geschichte reicht zurück in eine Zeit, in der der Judosport in Erkelenz noch ganz am Anfang stand. Der damalige Judoclub wurde zunächst unter der Leitung von Karl Saurenbach gegründet und vom Judoclub Neuss betreut. Schon zur ersten Versammlung kamen über 90 Interessierte – ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie groß das Interesse an dieser damals noch recht neuen Sportart war. 

Auf den ersten Mannschaftsfotos aus dem Jahr 1967 ist auch Klaus Hampel zu sehen. Gemeinsam mit Trainer Paul Peters und weiteren Judoka stand er in diesen Anfangsjahren auf der Matte. Die Bilder zeigen eine Zeit, in der vieles noch einfacher und improvisierter war – die Begeisterung für den Sport aber bereits deutlich zu erkennen ist. 

Auch alte Zeitungsausschnitte berichten von den sportlichen Aktivitäten der Erkelenzer Judoka. Klaus Hampel wird dabei unter anderem im Zusammenhang mit Wettkämpfen und der Bezirksauswahl Aachen genannt. 

Ein ganz besonderes Stück Vereinsgeschichte

Ein echtes Highlight der Sammlung ist für uns das erste Vereinsabzeichen aus dem Jahr 1969.

Und dahinter steckt eine schöne persönliche Geschichte: Der handschriftlichen Notiz zufolge ließ die Mutter von Klaus Hampel dieses erste Abzeichen selbst nähen.

Heute wirkt dieses kleine Stück Stoff vielleicht unscheinbar. Für uns ist es jedoch ein wunderbares Zeugnis aus den Anfangsjahren unseres Vereins und ein schönes Beispiel dafür, mit wie viel persönlichem Einsatz und Herzblut der Verein schon damals getragen wurde.

Nicht nur auf der Matte aktiv

Die Unterlagen zeigen aber auch sehr schön, dass Vereinsleben schon damals weit mehr bedeutete als Training und Wettkampf.

Fotos vom Zeltlager am Süsterseel 1975, von gemeinsamen Ausflügen und weiteren Unternehmungen zeigen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch abseits der Matte. Gemeinschaft, gemeinsame Erlebnisse und Jugendarbeit gehörten bereits damals fest zum Vereinsleben.

Gerade dieser Gedanke kommt uns heute sehr bekannt vor: Sport verbindet uns – aber die vielen gemeinsamen Erlebnisse und die Menschen dahinter machen daraus einen Verein. Genau diesen Gemeinschaftsgedanken stellt der BCE auch heute in den Mittelpunkt seines Vereinslebens. 

Vom Judoclub zum Budo-Club

Auch die Entwicklung unseres Vereins lässt sich anhand der alten Unterlagen nachvollziehen.

Am 12. Mai 1969 wurde auf Antrag mehrerer Mitglieder aus dem bisherigen Judoclub ein eigenständiger Verein. Paul Peters wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig entschied man sich für den Namen Budo-Club, da zukünftig neben Judo auch weitere Budotechniken ihren Platz im Verein finden sollten. BCE

1975 wurde der Budo-Club schließlich in seiner selbstständigen Form gegründet. Eine damalige Rückschau hebt dabei nicht nur die sportlichen Leistungen hervor, sondern ausdrücklich auch das Engagement in der Jugendarbeit und im allgemeinen Vereinsleben. 

Bereits 1976 zählte der Budo-Club 159 aktive Mitglieder – 104 in Erkelenz und 55 in Wegberg. Klaus Hampel war zu dieser Zeit Kassenwart des Budo-Club Wegberg. In einer Übersicht aus dem folgenden Jahr wird er erneut als Kassenwart geführt außerdem sind dort der 1. Kyu Judo und seine Tätigkeit als Übungsleiter vermerkt. 

Erfahrung an die nächste Generation weitergeben

Besonders schön sind für uns auch die späteren Aufnahmen aus dem Jahr 1981.

Sie zeigen Klaus Hampel gemeinsam mit Kindern auf der Judomatte. Eine der handschriftlichen Beschriftungen lautet schlicht „Fallschule“. Ein kleines Detail, das eigentlich sehr viel erzählt: Aus dem aktiven Judoka der Anfangsjahre war jemand geworden, der seine Erfahrung an die nächste Generation weitergab. 

Und genau davon lebt ein Verein bis heute.

Menschen kommen zum Training, sammeln Erfahrungen, übernehmen Verantwortung und geben irgendwann ihr Wissen an die nächste Generation weiter. Vieles hat sich seit den 1960er- und 1970er-Jahren verändert – dieser Gedanke ist geblieben.

Vielen Dank für dieses Stück BCE-Geschichte!

Wir freuen uns sehr, dass diese alten Fotos, Zeitungsausschnitte und persönlichen Erinnerungsstücke ihren Weg zu uns gefunden haben.

Sie zeigen nicht nur sportliche Erfolge und wichtige Stationen unserer Vereinsgeschichte. Vor allem zeigen sie die Menschen, die den Budo-Club über viele Jahre geprägt, unterstützt und mit Leben gefüllt haben.

Ein ganz herzliches Dankeschön für die Überlassung dieser besonderen Erinnerungen!

Solche Bilder und Geschichten helfen uns dabei, die Geschichte unseres Vereins zu bewahren und auch für die kommenden Generationen lebendig zu halten.

Und vielleicht schlummert ja auch bei dem einen oder anderen ehemaligen Mitglied noch ein kleiner Schatz aus der Geschichte des Budo-Club Erkelenz auf dem Dachboden oder in einem alten Fotoalbum. Wir freuen uns immer über alte Bilder, Zeitungsausschnitte und Geschichten aus unserem Vereinsleben!